Artikel in der PNP vom 27.11.2013

Nominierungsversammlung_2014

Der amtierende Bürgermeister und wieder nominierte Spitzenkandidat der Freien Wähler, Herbert Hofauer (rechts), freut sich mit seinen 24 Stadtratskandidaten auf die bevorstehenden Wahlen und die zukünftigen Herausforderungen.

Altötting. „Mir geht es nicht darum, in die Geschichte der Stadt einzugehen. Mir liegt es am Herzen, meine Heimatstadt voranzubringen und deren Zukunft zu gestalten“, unterstrich Bürgermeister Herbert Hofauer im Rahmen seiner Rede bei der Nominierungsveranstaltung der Freien Wähler Altötting. Am Ende wurde der 56-Jährige mit 46:2 Stimmen zum Spitzenkandidaten bestimmt. Der dreifache Familienvater will am 16. März zum vierten Mal zum Stadtoberhaupt gewählt werden. Auf der Stadtratsliste kandidiert er nicht.

Er werde sich auch weiterhin nicht von privaten wirtschaftlichen oder politischen Interessen leiten lassen. Seine persönliche Freiheit liege ihm besonders am Herzen. In der Veranstaltung wurde klar, dass das Stadtoberhaupt da und dort durchaus seinen eigenen Kopf hat. Fraktionschef Konrad Heuwieser brachte dies mit einem Augenzwinkern zum Ausdruck: „Er hat seine Meinung. Wir haben manchmal unsere Meinung, sonst bräuchte er uns nicht.“ Absolute Mehrheiten seien laut Heuwieser nicht im Sinne der Demokratie. Er bat den Bürgermeister, die Referenten des Stadtrats zukünftig eigenständiger arbeiten zu lassen: „Dann hast du mehr Zeit, dich auf die Big Points zu konzentrieren.“ Diese Einwürfe konterte Hofauer auf seine Weise: „Ich glaube, dass ich die Referenten arbeiten lasse. Manche sind eben etwas mehr und manche etwas weniger organisiert.“ Außerdem werde er sich auch weiterhin intensiv um die Belange der Bürger kümmern.

Der Rückblick auf die aktuelle Stadtratsperiode fiel positiv aus. „Wir arbeiten mit Sachkompetenz, Bürgernähe, innovativ und wertschöpfungsorientiert“, fasste FW-Ortsvorstand Wolfgang Erdmann zusammen. Herbert Hofauer hob in diesem Zusammenhang die positive Entwicklung des im Vorfeld durchaus kritisch beleuchteten Kultur + Kongress Forums hervor. Die Buchungslage für das kommende Jahr sei sehr gut. „Das alles ist nur möglich, weil wir im Forum ein sehr gutes Team haben, das hervorragende Arbeit leistet.“ Gleiches gelte für die gesamte Stadtverwaltung. Ein Höhepunkt der vergangenen Jahre sei auch die Verleihung des Europapreises gewesen. Trotz der Investitionen sei man bezüglich der Verschuldung auf einem „guten Weg“, so Hofauer: Statt der prognostizierten 32 werde man Ende des Jahres in etwa bei 26 Millionen Euro Schulden stehen.

FW-Fraktionschef Konrad Heuwieser wagte einen Blick in die nächste Stadtratsperiode und erkannte „noch genügend Potenzial für eine weitere Kinderkrippe“; um noch optimale staatliche Förderung zu bekommen, müsse man das Projekt 2014 auf den Weg bringen. Ebenso sollte die Kooperation mit Neuötting gefördert werden. Auch im Tourismus gebe es noch nicht ausgeschöpftes Potenzial.

Auch sollen weitere Wohn- und Gewerbegebiete erschlossen werden. In diesem Zusammenhang hob der Bürgermeister warnend den Finger. Er sehe die Ablehnung des viel diskutierten Projektes an der Trostberger Straße durch den Stadtrat durchaus kritisch. „Der Bauträger ist auf viele Wünsche eingegangen und dann doch nicht durchgekommen. Ich befürchte schon, dass es schwer werden kann, neue Bauträger zu finden.

„Städtischerseits gebe es zurzeit keinen Investitionsstau. Wichtig wären nun eine Entlastung für die Mühldorfer Straße und diverse Projekte, die im Rahmen der Städtebauförderung realisiert werden könnten. Am Ende wünschte sich Herbert Hofauer einen fairen Wahlkampf. Die Freien Wähler verabschiedeten auch die 24-köpfige Stadtratsliste mit drei Ersatzkandidaten. Das Wahlprogramm wird im Rahmen einer Klausurtagung im Januar definiert.  − uli

Zur Listenaufstellung geht es hier.

 

Über den Autor: Rudolf Maier

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