Wo noch vor kurzem ein uralter Baumbestand Frieden ausstrahlte, für ein angenehmes Kleinklima sorgte und dazu ein Einfamillienhaus sich in den Siedlungscharachter passabel und historisch einfügte, soll jetzt eine Wohnanlage mit 17 Wohnungen reingepfercht werden. Foto: T. Dingl

Mit 11:10 Stimmen wurde der umstrittene Bebauungsplan an der Jakob-Waldhauserstraße in der letzten Sitzung des neuen Stadtrates nun verabschiedet. Knapper geht’s dann auch nicht.

Interssant auch der Aspekt, dass der einzige Fachmann im Stadtrat, Alfred Kaniszay weder Gehör noch Zustimmung bei seinen Kollegen aus der CSU gefunden hatte. Lediglich Albert Pollety war´s der ihm attestierte. Alle anderen reihten sich nibelungetreu um den Plan des Bürgermeisters.

Dieses knappe Ergebnis und dass fast die Hälfte der Mandatsträger sich gegen dieses vom Bürgermeister favorisierte Bauvorhaben gestemmt hatte, macht überdeutlich, wie wenig die eingereichten Planungen geneigt sind, Akzeptanz auf breiterer Linie zu finden.

Weil: Die Aufgaben von Bebauungsplänen sind nicht ausschließlich baurechtlich zu beachtenden Vorschriften einzuhalten, sondern auch, dass Rücksicht genommen wird, wie Baumaßnahmen sensibel in das vorhandene und über Jahrzehnte gewachsene Ökosystem an Nachbarschaften eingepflegt werden können.

Und dieser Aspekt, Frieden zu schaffen, auf eine zukünftiges, gutes nachbarschaftliches Verhältnis mit den neuen Bewohnern hätte in Gesprächen mit eben den Anliegern versucht und auf eine gemeinsame, akzeptierte Linie gebracht werden können.

Bürgerschaftliche Mitsprache zu ermöglichen, Lebensräume, anzubieten, das eigene Stadtviertel mitgestalten zu dürfen, das wäre doch ein zeitgemäßes Verfahren und eine große Chance gewesen. Demokratie von ganz unten halt.

Am Ende stellen sich die enttäuschten Anwohner die Frage, wie der Stadtrat entschieden hätte, wenn alle 25 Stimmberechtigten in der Sitzung anwesend gewesen wären? Also Pech gehabt? Oder wären alle da beim kürzlich verstorbenen Jürgen Habermas, der sich geistreich mit kommunikativem Handeln beschäftigt hatte, besser aufgehoben gewesen, der meinte:
Es gehe darum, die öffentliche, argumentativ geführte Beratung zwischen gleichberechtigten Bürger:innen mit dem Ziel, gemeinsame Entscheidungen auf der Basis rationaler Verständigung zu treffen. Im Zentrum stehen Zuhören, Argumentieren, Perspektivwechsel – nicht Macht oder Mehrheiten.

Toni Dingl,
An der Pflege demokratischer Kultur interessierter Bürger

Bild: Wolfgang Erdmann

Die Bürgerliste/Freie Wähler statteten kürzlich dem Biomasseheizkraftwerk am Huberstadl einen Besuch ab und konnten sich in Kurzvorträgen und bei einer Besichtigung der gesamten Anlage rund um die Produktion von Wärme und Strom aus dem nachwachsenden Rohstoff Hackschnitzel informieren. Magdalena Aschbauer, Klimamanagerin der Stadt, stellte zudem in diesem Rahmen die Ergebnisse bzw. den Stand der Kommunalen Wärmeplanung vor. Am Ende spendierte Elmar Wibmer, Geschäftsführer der ESW-Fernwärme ein kleine Brotzeit. Und diese Zeit wurde für reichliche Fragen genutzt.

„die Würfel sind geworfen“ raunte einst Gaius Julius Caesar, als er dabei war, mit seinen Truppen den Rubicon zu überschreiten, um das Ende der Republik einzuleiten. Mit Abschluß der Kommunalwahlen sind auch in Altötting wieder die Würfel gefallen. Wir hoffen, dass mit drei neuen Stadträten eine neue Ära eingeleitet werden kann.

In den nächsten sechs Jahren werden wieder vier Stadträte der Bürgerliste/ Freie Wähler im wichtigsten Gremium der Stadt Altötting vertreten sein. Dies sind Sebastian Randl, Konrad Heuwieser, Dr. Herbert Nennhuber und Reinhard Reitmeier. Wir gratulieren den drei Neuen zu ihrem neuen Amt als Vertreter der Bürgerinnen und Bürger.

https://www.altoetting-transfer.de/wahl/kommunalwahl2026/bgm/

Die Ergebnisse Bürgermeisterwahl

Bürgerliste nach Stimmen knapp zweitstärkste Fraktion
Und hier die künftige Sitzverteilung

Wenn Weichen neu gestellt werden, wenn Richtungsentscheidungen zur Wahl stehen, ist es wichtig, vorher die richtigen Fragen zu stellen: Wohin soll es gehen, wie sicher ist die Fahrt, wer zahlt, wer sitzt am Steuer, wer darf mitentscheiden über das Ziel?

Die Bürgerliste/Freie Wähler nominiert Sebastian Randl als Bürgermeisterkandidaten und Listenführer für den Stadtrat

Sebastian Randl, Bürgermeisterkandidat der Bürgerliste/Freie Wähler

Für die Bürgerliste/Freie Wähler hat das neue Jahr schon gut begonnen. Bei der Nominierungssammlung im Hotel-Gasthof Plankl am Mittwoch, 7. Januar konnte für die Kandidatur um das Amt des Ersten Bürgermeisters der Stadt Altötting Sebastian Randl gewonnen und per Wahl bestimmt werden. In einem weiteren Wahlgang wurde die Liste für die 24 Stadtratsplätze auch einstimmig angenommen.

Das Fazit des FW-Kreisvorsitzender Dieter Wüst, der die Wahl leitete: Die Bürgerliste/ Freie Wähler hätten einen „hochmotivierten Bürgermeisterkandidaten und eine schlagkräftige Truppe“ für den Stadtrat aufgestellt: „Das ist ein echtes Angebot für die Wähler.“
Alle Kandidaten nutzen die Gelegenheit und stellten sich und ihre Vorstellungen, wie Kommunalpolitik zum Wohle Altöttings aufzustellen sei, mehr oder weniger kurz vor.

Sebastian Randl nutzte die Gelegenheit um seine Motivation und entsprechende Ziele vorzutragen, sein Wahlspruch:

Altötting im Herzen – die Menschen im Blick


„Altötting ist meine Heimat. Hier bin ich aufgewachsen, hier lebe ich mit meiner Familie, hier möchte ich Verantwortung übernehmen. Meine Kandidatur für das Amt des Ersten Bürgermeisters ist kein spontaner Entschluss, sondern das Ergebnis vieler Gespräche, beruflicher Erfahrungen und der festen Überzeugung, dass unsere Stadt noch herzlicher, lebenswerter und gemeinschaftlicher werden kann.
In meinem Berufsleben trage ich täglich Verantwortung für Menschen, Mitarbeitende und Finanzen. Transparenz, Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt sind für mich keine Schlagworte, sondern gelebter Alltag. Genau diese Haltung möchte ich auch in das Rathaus tragen: zuhören, erklären, Entscheidungen nachvollziehbar treffen – und gemeinsam Lösungen entwickeln.
Ich kandidiere, weil ich erlebe, dass es in Altötting nicht an guten Ideen fehlt, sondern oft an offener Kommunikation und echter Beteiligung. Politik darf keine Einbahnstraße sein. Ich stehe für einen Bürgermeister zum Anfassen – erreichbar, ehrlich und aus der Mitte unserer Stadtgesellschaft. Unabhängig, ohne wirtschaftliche Verflechtungen, mit dem klaren Blick auf das Gemeinwohl.
Meine Themen sind die Themen der Menschen: ein sinnvoll geregelter Verkehr, solide und verantwortungsvolle Finanzen, bezahlbares Wohnen für alle Generationen, lebendige Stadtplätze für Kinder und Familien sowie echte Barrierefreiheit. Klimaschutz, Bildung und Integration begreife ich als gemeinsame Zukunftsaufgaben, die nur gelingen, wenn sie sozial gerecht und transparent umgesetzt werden.
Meine Vision ist ein Altötting, das zuhört. Ein Altötting, das beteiligt. Ein Altötting, das Verantwortung übernimmt – gemeinsam mit seinen Bürgerinnen und Bürgern.Lassen Sie uns unsere Stadt gemeinsam gestalten: mit Herz, mit Verstand und mit den Menschen im Mittelpunkt. Ihr Sebastian Randl Altötting im Herzen – die Menschen im Blick.“

Die Kandidaten für den Stadtrat:

1. Sebastian Randl, 2. Konrad Heuwieser, 3. Thomas Fraundorfner, 4. Wolfgang Erdmann, 5. Dr. Reinhard Reitmeier, 6. Michael Hager, 7. Rainer Rojahn, 8. Theresa Fraundorfner, 9. Christine Meinecke, 10. Irmgard Harlander, 11. Dr. Rudolf Hager, 12. Dr. Herbert Nennhuber, 13. Gaby Heudecker, 14. Manfred Michl, 15. Elisabeth Binder, 16. Dieter Birkhorst, 17. Thomas Heuwieser, 18. Rudi Haghuber, 19. Dr. Beate Obermeyer, 20. Thomas Hager, 21. Toni Dingl, 22. Dr. Johann Kistler, 23. Christian Randl, 24. Elmar Wibmer; zu Ersatzkandidaten gewählt wurden Andrea Wibmer, Gerti Reitmeier und Gerlinde Huber.

Unsere Bürgerliste/FW tritt am kommenden Mittwoch, 7. Januar 2026 um 19 Uhr im Hotel-Gasthof Plankl zur öffentlichen Nominierungsversammlung zusammen. Bei dieser Veranstaltung können alle Anwesenden, die Altöttinger Bürgerinnen oder Bürger sind und keiner politischen Partei – Ausnahme Freie Wähler – angehören, zum einen ihren Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters vorschlagen und zum anderen in einem weiteren Wahlgang die Kandidaten für die Stadtratsliste vorschlagen und per Wahl bestimmen. Die eigentlichen Kommunalwahlen finden dann am Sonntag, 8. März 2026 statt.

Ausschnitt aus Artikel , Stephan Hölzlwimmer ANA 13. Dezember 2025.

Seit Donnerstagabend steht fest, dass auch die Gruppierung Bürgerliste/Freie Wähler ihren Hut in den Ring werfen will. Bei einer Zusammenkunft im Haus des Sports stellte sie einen Newcomer als ihren Kandidaten vor: Sebastian Randl, der erst Ende Oktober bei der Hauptversammlung, bei der sich die Freien Wähler auch den Namenszusatz Bürgerliste gaben, als Geschäftsführer neu in die Reihen des Vorstandes gewählt wurde.

Die Nominierung ist für den 7. Januar geplant

Offiziell ist die Kandidatur des 38-Jährigen damit aber noch nicht. Nominiert werden soll er erst am 7. Januar im Zuge der Aufstellungsversammlung, wie Vorsitzender Wolfgang Erdmann sagte. Als Grund für den vergleichsweise späten Termin nannte Fraktionssprecher Konrad Heuwieser die noch laufenden Bemühungen, die Stadtratsliste vollzubekommen. Dafür braucht es 24 Kandidaten, die man noch nicht beisammen habe. Einige wenige fehlten noch, bis Anfang kommenden Jahres wolle man sie gefunden haben, so Heuwieser mit Verweis auf das Grundproblem: Vor allem politischen Nachwuchs und Frauen wolle man noch zu einer Kandidatur motivieren. „Wir müssen junges Blut reinbringen“, sagte er. Und: „Junge oder auch ältere Frauen, egal – her damit.“
Ehe Sebastian Randl, verheiratet und Vater dreier Kinder im Alter von fünf bis elf Weiterlesen »

Hier ein wichtige Terminhinweis. Alle Bürgerinnen und Bürger, die Bock haben, sich in Zukunft aktiv auf der Kandidatenliste zur Wahl des Stadtrates zu stellen oder sich auch als wertvolle Ideengeber einzubringen, die mitdenken, mitwirken wollen zum Wohle der Gemeinschaft, zum Gemeinwohl können sich Ort und Termin, und zwar den Donnerstag, 11. Dezember 2025, 19 Uhr, Sportheim, dick im Terminkalender einrahmen. Dieses Treffen ist der erste Termin, der die bisherigen Ambitionen der Bürgerliste/FW skizzieren wird sowie erste Vorstellungen, welche Aufgaben auf die Stadt und ihre Bewohner zukommen und welche Probleme anstehen und gelöst werden müssen. ‎