Artikel in der PNP vom 26.02.2014

Auch das Abkupfern war Thema bei der Wahlveranstaltung der Freien Wähler (im Bild Konrad Heuwieser, der den Rückblick präsentierte). Dass man sich den Spickzettel für den Urnengang am 16. März in Schokoladenform von den FW-Freunden in Neuötting abgeschaut habe, wurde zugegeben, dass man sich beim Wahlslogan bei der CSU bedient habe, zurückgewiesen.

Auch das Abkupfern war Thema bei der Wahlveranstaltung der Freien Wähler (im Bild Konrad Heuwieser, der den Rückblick präsentierte). Dass man sich den Spickzettel für den Urnengang am 16. März in Schokoladenform von den FW-Freunden in Neuötting abgeschaut habe, wurde zugegeben, dass man sich beim Wahlslogan bei der CSU bedient habe, zurückgewiesen.

Altötting. Erst waren sie zu viert im Stadtrat, dann vorübergehend nur zu dritt, später zu sechst – und seit 2002 sind sie zu neunt. Seit 1995 stellen sie mit Herbert Hofauer zudem den Bürgermeister. Doch nicht allein dieser Aufwärtstrend, den die Freien Wähler seit ihrem erstmaligen Einzug ins Stadtparlament im Jahr 1984 zu verzeichnen hatten, war es, weswegen sie ihre 30-Jahr-Feier unter das Motto „eine Erfolgsgeschichte kommunalpolitischen Engagements“ stellten. Vielmehr wollte Ortsvorsitzender Wolfgang Erdmann dieses bei der Zusammenkunft am Montagabend im Hotel Plankl über die zahlenmäßige Bilanz hinaus auf ihre gesamte Arbeit zum Wohl Altöttings gemünzt wissen. Die habe man von Anfang an „frei, unabhängig, bürgernah und mit festem Blick auf die örtliche Sachpolitik“ geleistet.

Das wolle man auch weiterhin so halten, denn aus dem großen Zuspruch der Altöttinger „leiten wir eine besondere Verantwortung für die bürgerliche Gemeinschaft und die Stadt ab“, sagte Erdmann. Am liebsten würde man sich dieser Aufgabe mit dem alten und neuen Bürgermeister Hofauer und etwas mehr Personal im Stadtrat stellen. Die neun Sitze dort zu halten, sei das Minimalziel, nach Möglichkeit wolle man den zehnten hinzugewinnen. Die Mannschaft, die man aufgestellt habe, könne „sich sehen lassen“. Sie habe das Potenzial, auch künftig „kompetent und innovativ alle gesellschaftlichen, sozialen, energetischen, wirtschaftlichen und kulturellen Herausforderungen unserer liebenswerten Heimatstadt“ zu meistern.

Den Rückblick auf 30 Jahre politisches Engagement stellte Listenführer und Fraktionssprecher Konrad Heuwieser anhand einer Bilderpräsentation vor. Er selbst und vier weitere Mitstreiter, die heuer allesamt wieder kandidieren, wurden als Freie Wähler der ersten Stunde ausgezeichnet: Alfred Dierdorf, Toni Dingl, Herbert Hofauer und Elmar Wibmer.

Freilich galt der Blick der Freien Wähler – die weitestgehend unter sich blieben und lange nicht alle geladenen Weggefährten der vergangen Jahrzehnte begrüßen konnten – nicht nur den eigenen Reihen, sondern auch den politischen Kontrahenten. Immerhin handelte es sich auch um eine Wahlkampfveranstaltung. So wurde einmal das Verhindern der absoluten Mehrheit, welche die CSU sich erhofft, als Ziel ausgegeben. Eine solche halte man prinzipiell für nicht gut – nicht einmal, wenn es die eigene wäre, wie Bürgermeister Hofauer sagte: „Das wäre nicht besser.“ Vielmehr seien die Erfolge der vergangenen Jahre gerade dem gemeinsamen Suchen, auch Ringen, basierend auf teils kontroversen Diskussionen, zu verdanken.

Auch ein paar Spitzen gab es – unter anderem gegen die CSU wegen ihrer „mündlich vor dem Stadtrat postulierten Forderung nach Fraktionsdisziplin“, wie Erdmann sagte. Ihretwegen sei die Anhebung des Gewerbesteuerhebesatzes „trotz besseren Wissens“ wiederholt abgelehnt worden, was die Stadt in den vergangen drei Haushaltsjahren rund 700 000 Euro gekostet habe. Die CSU werde erklären müssen, „wo dann das Geld unter anderem für das seit langem thematisierte Haus des Sports und andere großzügige finanzielle Versprechungen herkommen soll“. Auch dürften sich die FW durchaus als treibende Kraft in Sachen interkommunale Zusammenarbeit mit Neuötting bezeichnen, auch wenn die CSU das anders sehe. Von deren Seiten fehlten dabei jedenfalls die Ideen und Ergebnisse, „wir wollen das Tempo forcieren“.

Die SPD habe es, anders als die CSU, immerhin geschafft, einen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. Die Ideen der SPD seien so neu aber nicht, wie etwa die Forderung nach einer Verbesserung der Radwegsituation in der Chiemgaustraße, die er selbst erst kürzlich im Stadtrat zum Thema gemacht habe, so Erdmann.

Unabhängig davon betonten Erdmann und Hofauer das gute Miteinander im Stadtrat – mit einer Ausnahme. Dies gelte nicht für den Rep-Kandidaten Günther Vogl. Ihm warfen sie vor, mit „populistischen Halbwahrheiten und ehrabschneidenden Äußerungen“ zu agieren: „Das darf sich nicht auszahlen“, sagte Hofauer. Erdmann setzt auf die Bürger: „Der Wähler wird es schon richten.“

Bericht und Fotos: Stefan Hölzlwimmer

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Noch selbst gemalt – Die ersten Wahlplakate der FREIE WÄHLER Altötting 1984

30 Jahre FREIE WÄHLER Altötting

– Eine Erfolgsgeschichte politischen Engagements in Altötting  –

Zur Abendveranstaltung mit kurzweiligem Rückblick und Diashow im Hotel Plankl sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am

Montag, den 24.02.2014, um 20:00 Uhr

herzlichst eingeladen.

Außerdem laden wir Sie ein, sich mit Bürgermeisterkandidat Herbert Hofauer und den Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat in gemütlicher Runde und zwangloser Atmosphäre über die Zukunft Altöttings auszutauschen.

Zum Jubiläum halten wir für alle Besucher Biergutscheine für die Starkbierprobe am 07.03.2014 beim Andechser im Schex bereit.

Wir freuen uns, wenn auch Sie als geschätzter Gast dieses Jubiläum mit uns feiern.

Vereidigung 1984

Das Foto zeigt die Vereidigung von vier Stadträten der Bürgerliste – Freie Wähler Altötting, die im Mai 1984 erstmals in den Altöttinger Stadtrat einzogen.
Foto: 5. von links: Herbert Hofauer, 6. von links: Annemarie Amslinger, 7. von links: Elmar Wibmer, 1. von rechts: Konrad Heuwieser.

Herzliche Grüße im Namen Ihrer
FREIEn WÄHLER Altötting

Wolfgang

 

 

 

Wolfgang Erdmann
Ortsvorsitzender